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Es ist wieder so weit: die olympischen Winterspiele können beginnen. Seit dem 9. Februar kämpfen Sportlerinnen und Sportler aus der ganzen Welt in Südkorea hart und mit allen Mitteln um wichtige Medaillen. Doch der Weg dahin ist ein sehr langer und mühsamer…

Das Internationale Olympische Komitee (IOK bzw. IOC im englischen) betreut als nichtstaatliche Organisation die Olympischen Spiele. Sie organisieren die Sommer- und Winterspiele und achten auf korrekte und angemessene Ausführungen. Das heißt, sie beanspruchen alle Rechte an den olympischen Symbolen. Seit einiger Zeit dopen sich Sportler, was so viel heißt, wie dass sie sich mit Medikamenten „aufpushen“, damit sie eine bessere Leistung erlangen, indem sie ihre kritische Reizschwelle überschreiten. 

In den letzten Jahren und Monaten stellte sich vor allem Russland als Dopingland heraus, was gravierende Folgen vor allem für die Athletinnen und Athleten birgt: 25 russische Teilnehmer der Olympiade 2014 in Sotschi sind nachträglich vom IOC gesperrt worden. Außerdem wurden der russischen Nation mehrere Medaillen aberkannt. Als Konsequenz daraus hat das IOC beschlossen, dass an dieser Olympiade in Pyeongchang unbelastete russische Athleten in Südkorea nur unter neutraler, also der olympischen Flagge starten dürfen. Die wohl schlimmste Vorkehrung für Weltsportler ist die lebenslange Sperre von Olympia.

Der CAS („Court of Arbitration for Sport“), der sich mit dem Schlichten von Sportskandalen auseinandersetzt (Sportsgerichtshof), hat, aus Mangel an Beweisen, alle Doping-Sanktionen gegen 28 russische Wintersportler aufgehoben und darüber hinaus die lebenslangen Olympiasperren mit dazu. Dies wird oftmals als große Niederlage für das Internationale Olympische Komitee angesehen. Allerdings können die Athletinnen und Athleten, in Russland zumindest, kaum anders handeln, da selbst der russische Präsident Putin in das russische Staatsdoping involviert gewesen sei, und somit in Russland Staatsdoping herrscht.

Anders sieht es glücklicherweise sonst auf der Welt aus. Von keinem Land werden so viele gedopte Teilnehmer wie von Russland aufgedeckt. Für die diesjährigen, aktuell laufenden Winterspiele in Südkorea wurde ein extra sicheres Kontrollsystem angewandt. Zunächst war die Öffentlichkeit mit der Arbeit der Anti-Doping-Agentur WADA zufrieden, doch kurz vor Beginn der Olympiade stellte sich heraus, dass Lücken im Kontrollsystem offen liegen, sodass beispielsweise Urinproben nachträglich ausgetauscht werden könnten – Ergebnismanipulation.

Nun wird dennoch dieses System verwendet und die Proben weisen bei allen Teilnehmern negative Ergebnisse auf. Doch schon kurz nach Beginn der Olympischen Spiele, wird der erste Doping-Fall aufgedeckt: der Japaner Kei Saito hat Doping betrieben und musste als sofortige Reaktion das olympische Dorf umgehend verlassen. Er bestritt natürlich, wie fast jeder andere, der positive Ergebnisse aufzeigte, dass er gedopt habe, wollte aber auch nicht gegen die Bestrafung vorgehen. Später werde er versuchen, seine Unschuld zu beweisen, sagte Saito.

So wird sich in Zukunft noch oft die Frage stellen, wie man ein sicheres Kontrollsystem entwickelt, um Spitzensportler davon abzuhalten illegal zu dopen. Die Folgen von Doping sollten dafür hingegen klar definiert sein.

sochi 2014 262145 1280

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